An der juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen gibt es sowohl den Studiengang Rechtswissenschaften (Erste Juristische Prüfung) als auch Rechtswissenschaften als 2-Fächer-Bachelor-Studiengang.


 

Rechtswissenschaften (Erste Juristische Prüfung)

Der Studiengang Rechtswissenschaft (Erste Juristische Prüfung) stellt das klassische Jurastudium dar, welches mit der Ersten Juristischen Prüfung, auch 1. Staatsexamen genannt, abschließt. Es umfasst 9 Semester Regelstudienzeit und gliedert sich grob in die drei Abschnitte Grundstudium, Hauptstudium und Examensvorbereitung.

Das Grundstudium schließt mit der Zwischenprüfung ab, die studienbegleitend ab dem 1. Semester bis zum 3./4. Semester absolviert werden muss.

Das Hauptstudium besteht im Wesentlichen aus den Großen Scheinen in den Übungen für Fortgeschrittene zu den drei Rechtsgebieten Strafrecht, Öffentliches Recht und Zivilrecht, in denen jeweils eine Klausur und insgesamt zwei Hausarbeiten geschrieben werden müssen.

Am Ende der Examensvorbereitung steht als Abschlussprüfung die Erste Juristische Prüfung, die aus einem staatlichen Teil (Pflichtfachprüfung) und einem universitären Teil (der Schwerpunktbereichsprüfung) besteht.

Die Schwerpunktbereichsprüfung kann sowohl vor als auch nach dem staatlichen Teil der Ersten Juristischen Prüfung absolviert und erfordert eine Seminar- und eine Studienarbeit mit anschließender mündlichen Präsentation und Besprechung.


Rechtswissenschaften (2-Fächer-Bachelor)

An der Georg-August Universität ist es möglich Jura in einem 2-Fächer-Bachelor zu studieren und so einen Bachelor of Arts in den Rechtswissenschaften zu erlangen. Dabei arbeitet Ihr nicht auf eine große Abschlussprüfung (1. Staatsexamen) hin, sondern fertigt zum Ende Eures Studiums eine Bachelorarbeit über ein juristisches Thema an. Die Regelstudienzeit beträgt dabei, wie bei jedem Bachelorstudiengang, 6 Semester.


 

Worin unterscheiden sich die beiden Studiengänge?

Der Studiumsverlauf bei den beiden Studiengängen ist in den ersten Semestern nahezu identisch. Der Unterschied liegt vielmehr im angestrebten Abschluss, der Auswirkung auf die Ausübung bestimmter Berufe hat. Die beiden Studiengänge Erste Juristische Prüfung und 2-Fächer-Bachelor unterscheiden sich darin, dass nur Studierenden des Studienganges Erste Juristische Prüfung die Ausübung bestimmter juristischer Berufe ermöglicht wird. Ein erfolgreiches Bestehen der ersten Juristischen Prüfung und des 2. Staatsexamens am Ende des Referendariats, welches sich an das Studium anschließt, befähigt zum Richteramt. Die Befähigung zum Richteramt ist Voraussetzung für die Ausübung folgender juristischer Berufe:

  • Richter (Berufsrichter)
  • Staatsanwalt
  • Rechtsanwalt
  • Notar (außer Bezirksnotare in Württemberg)
  • bestimmte Tätigkeiten im öffentlichen Dienst

 

Details zu den einzelnen Abschnitten und zum 2-Fächer-Bachelor sind hier zu finden:

Zwischenprüfung
Hauptstudium
Schwerpunkt
Examen
2-Fach-Bachelor