Was ist die Zwischenprüfung?

Der erste Abschnitt des Jura-Studiums, das Grundstudium, schließt mit der Zwischenprüfung ab. Die Zwischenprüfung erfolgt auf der Grundlage studienbegleitender Prüfungen, die bis zum Ende des 4. Fachsemesters absolviert werden müssen (Zwischenprüfungsfrist). Am Ende jedes Semesters werden Klausuren zu den jeweiligen Vorlesungen angeboten, von denen eine bestimmte Anzahl bestanden werden muss, um die Zwischenprüfung erfolgreich zu absolvieren.

Die Zwischenprüfung kann nach dem 2. Fachsemester bestanden werden, im Regelfall geschieht dies jedoch nach dem 3. Fachsemester, sodass ab dem 4. Fachsemester das Hauptstudium aufgenommen wird. Das Bestehen der Zwischenprüfung nach dem 4. Fachsemester ist Voraussetzung, um weiterhin Jura mit dem Abschluss Erste Juristische Prüfung an einer deutschen Universität zu studieren, d.h. ein Nichtbestehen führt automatisch zur Exmatrikulation und es kann kein rechtswissenschaftliches Studium mit dem Abschluss Erste Juristische Prüfung mehr aufgenommen werden.

 

Welche Leistungen benötigt man zum Bestehen der Zwischenprüfung?

Für das Bestehen der Zwischenprüfung müssen innerhalb der ersten 4 Fachsemester mehrere Klausuren in den Fächern Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht, davon zwei aus den zugeordneten Grundlagenfächern, sowie zwei Hausarbeiten, geschrieben und bestanden werden. Für jede bestandene Klausur erhalten Sie die für die Prüfung vorgesehene Leistungspunktzahl (credits).

Bestanden ist eine Prüfungsleistung, wenn sie mit mindestens 4 Punkten (ausreichend) bewertet wurde.

 

 

Überblick über die erforderlichen Leistungen

Das Bestehen der Zwischenprüfung setzt voraus:
Bürgerliches Recht: mindestens 20 von 38 credits aus den Klausuren
Öffentliches Recht: mindestens 15 von 29 credits aus den Klausuren
Strafrecht: mindestens 13 von 25 credits aus den Klausuren
Hausarbeiten: jeweils eine Hausarbeit aus Wahlpflichtblock I und I

 

Zwischenprüfungsleistungen im Detail

Das Bestehen der Zwischenprüfung setzt voraus:

  1. mindestens zwei bestandene Hausarbeiten aus Anfängerveranstaltungen und zwar
  • im Strafrecht im Anschluss an Grundkurs I oder in einem Grundlagenfach (Römische Rechtsgeschichte, Deutsche Rechtsgeschichte, Verfassungsgeschichte der Neuzeit, Allgemeine Staatslehre, Rechtsphilosophie) sowie
  • im Bürgerlichen Recht im Anschluss an Grundkurs II oder Öffentlichen Recht im Anschluss an Staatsrecht I

2.  den Erwerb von mindestens 20 aus 38 credits im Bürgerlichen Recht, und zwar durch

  • eine Klausur in Deutscher Rechtsgeschichte I oder II (4 credits)
  • eine Klausur in Römischer Rechtsgeschichte I oder II (4 credits)
  • eine Klausur im Grundkurs I (9 credits)
  • eine Klausur im Grundkurs II (9 credits)
  • eine Klausur im Grundkurs III (4 credits)
  • eine Klausur im Sachenrecht I (4 credits)
  • eine Klausur im Sachenrecht II (4 credits)

3.  den Erwerb von mindestens 15 aus 29 credits im Öffentlichen Recht, und zwar durch

  • eine Klausur wahlweise in Verfassungsgeschichte der Neuzeit oder in Allgemeiner Staatslehre oder im Kirchenrecht/ in kirchlicher Rechtsgeschichte (4 credits)
  • eine Klausur im Staatsrecht I (7 credits)
  • eine Klausur im Staatsrecht II (7 credits)
  • eine Klausur im Staatsrecht III (4 credits)
  • eine Klausur im Verwaltungsrecht I (7 credits)

4.  den Erwerb von mindestens 13 aus 25 Leistungspunkten im Strafrecht, und zwar durch

  • eine Klausur in Rechtsphilosophie (4 credits)
  • eine Klausur im Strafrecht I (8 credits)
  • eine Klausur im Strafrecht II (8 credits)
  • eine Klausur im Strafprozessrecht (5 credits)

Von den bestandenen Klausuren müssen zwei Klausuren aus den Grundlagenfächern (Deutsche Rechtsgeschichte I/II, Römische Rechtsgeschichte I/II, Verfassungsgeschichte der Neuzeit, Allgemeine Staatslehre, Kirchenrecht, Kirchliche Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie) stammen.

Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.

Wenn man trotz Anmeldung nicht zu einer Prüfung erscheint, gilt die Prüfung als mit 0 Punkten bewertet.

 

Wiederholungsversuche

Grundsätzlich kann eine Klausur immer nur ein Mal versucht werden, d.h. Nachklausuren für erfolglose oder versäumte Klausuren finden nicht statt. Die erforderlichen Credits sollen durch andere Klausuren im jeweiligen Fachgebiet erzielt werden.

Jedoch besteht die Möglichkeit, höchstens vier nicht bestandene Klausuren in späteren Semestern innerhalb der Zwischenprüfungsfrist (bis zum Ende des 4. Fachsemesters) zu wiederholen.
Dabei kann eine bereits einmal geschriebene Klausur nur einmal wiederholt werden.

 

 


 

Weitere Informationen findet man auf der Seite des Studienbüros.